BIO ÖLMÜHLE & MANUFAKTUR | EIGENE PRODUKTION | KOSTENLOSER VERSAND MIT DHL AB 55 € IN DE | KONTAKT: 02325 5599243

GRATIS DHL-VERSAND AB 55 € IN DE | EIGENE PRODUKTION | 02325 5599243

Suchen
Deine Suche

Raps: Geschichte, Anbau und Verwendung

Raps prägt im Frühjahr mit gelben Blüten viele Landschaften. Hier erfährst du mehr über seine Geschichte, Anbaugebiete und Erkennungsmerkmale sowie die Unterschiede zwischen Winterraps, Sommerraps, Doppelnull- und HOLL-Sorten.

KI-generierte Illustration von Raps mit gelben Kreuzblüten, blaugrünen Blättern, Schoten und dunkler Rapssaat
Raps mit Blättern, gelben Blüten, reifenden Schoten und Rapssaat. KI-generierte Illustration; Entwicklungsstadien kombiniert und Details vergrößert.

Raps: vom Lampenöl zum vielseitigen Speiseöl

Raps heißt botanisch Brassica napus und gehört zu den Kreuzblütlern. Die Pflanzenart entstand vermutlich durch eine natürliche Kreuzung von Kohl und Rübsen. In Europa wurde das aus der Saat gewonnene Öl unter anderem als Lampenöl verwendet und später auch für Schmiermittel und Seifen genutzt.

Seine Bedeutung als Speiseöl wurde durch die Züchtung grundlegend verändert. Ältere Rapstypen enthielten deutlich mehr Erucasäure. Moderne Speiseölsorten wurden auf einen niedrigen Erucasäuregehalt und einen geringeren Gehalt an Glucosinolaten in der Saat gezüchtet.

Was bedeutet Doppelnull- oder 00-Raps?

Die beiden Nullen stehen für diese zwei Züchtungsziele: erucasäurearm und glucosinolatarm. Sie bedeuten keine vollständige Abwesenheit sämtlicher entsprechender Stoffe. Der Begriff beschreibt außerdem weder den Bio-Anbau noch eine bestimmte Methode der Ölgewinnung.

Was hat Canola mit Raps zu tun?

„Canola“ ist eine aus Kanada stammende Bezeichnung für Raps mit entsprechenden Qualitätsmerkmalen für Öl und Pressrückstände. Der Name wurde Ende der 1970er-Jahre eingeführt. Im internationalen Handel begegnet dir daher neben „rapeseed oil“ auch „canola oil“.

Wo wird Raps angebaut?

Raps und verwandte Ölsaaten mit Canola-Qualität werden in vielen gemäßigten Anbauregionen kultiviert. Die internationale Marktstatistik fasst dabei teilweise verschiedene ölreiche Brassica-Arten zusammen. Wichtige Produktionsregionen sind Kanada, die Europäische Union, China, Indien und Australien.

Region Einordnung
Deutschland und weitere EU-Länder Bedeutender Winterrapsanbau; große Erzeugerländer sind etwa Deutschland, Frankreich, Polen und Rumänien.
Kanada Wichtiges Anbau- und Exportland für Canola, besonders in den Prärieprovinzen.
China und Indien Bedeutende Produktionsregionen für Raps und verwandte ölreiche Brassica-Kulturen.
Australien Wichtiger Canola-Produzent und Lieferant für den internationalen Markt.
Unsere aktuelle Rapssaat kommt aus der Region. Für unser Bio-Rapsöl ist derzeit Witten in Nordrhein-Westfalen angegeben. Auch Bio-Rapspresskuchen und teilentöltes Bio-Rapsmehl besitzen eigene Herkunftsangaben. Maßgeblich sind die jeweilige Produktseite und Verpackung.

Raps an Blatt, Blüte und Schote erkennen

Raps bildet zunächst eine bodennahe Blattrosette und später einen aufrechten, verzweigten Stängel. Die Blätter verändern ihre Form im Verlauf der Entwicklung. Besonders typisch sind die gelben Blütentrauben und die langen, schmalen Schoten.

Pflanzenteil Typische Merkmale
Untere Blätter Häufig gelappt, mit größerem Endabschnitt. Junge Pflanzen bilden eine Blattrosette.
Obere Blätter Blaugrün und wachsartig, wenig behaart; der Blattgrund umfasst den Stängel teilweise.
Blüten Vier gelbe Kronblätter sind kreuzförmig angeordnet. Knospen stehen in der Traube über den geöffneten Blüten.
Früchte Lange, schmale Schoten mit mehreren annähernd kugeligen Samen.
Saat Kleine, rundliche Körner, bei der Reife meist dunkelbraun bis schwarz.

Ist jedes gelb blühende Feld Raps?

Nein. Auch Senf, Rübsen und weitere Kreuzblütler können gelb blühen. Für die Einordnung sind Blätter, Stängel, Blütenstand und Schoten gemeinsam aussagekräftiger als die Blütenfarbe. Auch Leindotter ist ein Kreuzblütler, besitzt jedoch deutlich kleinere, bauchige Schötchen.

Winterraps, Sommerraps und besondere Öltypen

Bei Rapssorten lassen sich unterschiedliche Eigenschaften beschreiben. Der Anbauzeitpunkt und die Zusammensetzung des Öls sind dabei verschiedene Merkmale.

Bezeichnung Was sie beschreibt
Winterraps Wird vor dem Winter ausgesät, überwintert als junge Pflanze und wächst im folgenden Frühjahr weiter.
Sommerraps Wird im Frühjahr ausgesät und durchläuft seine Entwicklung ohne Überwinterung auf dem Feld.
00-Raps / Doppelnull-Raps Qualitätsmerkmal mit niedrigem Erucasäure- und Glucosinolatgehalt.
High-Oleic-Raps Sorten mit erhöhtem Ölsäureanteil im Öl.
HOLL-Raps High Oleic, Low Linolenic: hoher Ölsäureanteil und verringerter Anteil an Alpha-Linolensäure.

Warum gibt es HOLL-Raps?

Das veränderte Fettsäureprofil verbessert die Stabilität gegenüber Oxidation und hohen Temperaturen. Solche Sorten werden unter anderem für Öle mit besonderen Anforderungen beim Erhitzen angebaut. Die Abkürzung beschreibt die Zusammensetzung des Öls und nicht die Farbe der Saat.

HOLL ist keine andere Bezeichnung für kaltgepresst oder raffiniert. Diese Begriffe betreffen die Verarbeitung. Ob ein konkretes Öl als Brat- oder Frittieröl vorgesehen ist, ergibt sich aus seinen Produktangaben.

Ölsäurebetonte Sorten gibt es auch bei Sonnenblumen. Den Vergleich erklärt unser Sonnenblumen-Glossar unter High Oleic.

Wie ist unser Rapsöl einzuordnen?

Unser Bio-Rapsöl wird als kaltgepresstes, natives und ungefiltertes Speiseöl angeboten. Es ist nicht als HOLL-Spezialöl ausgewiesen. Ein von Natur aus hoher Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren macht ein Rapsöl nicht automatisch zu einer HOLL-Variante.

Aus Rapssaat werden Öl, Presskuchen und Rapsmehl

Öl aus mechanischer Pressung

Wir pressen unser Bio-Rapsöl aus ungeschälter Bio-Rapssaat. Die mechanische Pressung gewinnt Öl durch Druck. Anschließend füllen wir es ungefiltert ab, sodass natürliche Schwebstoffe enthalten sein können.

Die Begriffe kaltgepresst, nativ und ungefiltert erklären unterschiedliche Eigenschaften des fertigen Öls.

Presskuchen und teilentöltes Rapsmehl

Der feste Rückstand der Pressung enthält weiterhin einen Restölanteil. Unseren als Lebensmittel angebotenen Bio-Rapspresskuchen kannst du beispielsweise für herzhafte Backwaren verwenden. Fein vermahlen entsteht daraus teilentöltes Rapsmehl.

Pressmehl ist deshalb nicht dasselbe wie vermahlene ganze Rapssaat. Für die Verwendung zählen die Eigenschaften des konkreten Lebensmittels und seine Produkthinweise.

Rapsöl in der Küche verwenden

Unser Rapsöl besitzt einen fein-nussigen Geschmack und passt zu Salaten, Dressings, Dips und Marinaden. Es lässt sich nach unseren Produkthinweisen auch zum Dünsten, Backen und moderaten Braten verwenden. Für sehr hohe Temperaturen und zum Frittieren empfehlen wir ein ausdrücklich dafür vorgesehenes Öl.

Schütze das Öl vor Licht und Wärme und verschließe das Gebinde nach dem Ausgießen wieder. Lagerung und aktuelle Haltbarkeit findest du auf der Produktseite und Verpackung. Mehr zur Auswahl erklärt unser Glossar unter Hitzestabilität von Ölen.

Häufige Fragen zu Raps

Ist Canola eine eigene Pflanzenart?

Die Bezeichnung steht vor allem für bestimmte Qualitätsmerkmale von Raps beziehungsweise verwandten Ölsaaten. Sie ist kein Synonym für eine einzelne botanische Art.

Ist jeder moderne Raps HOLL-Raps?

Nein. Die Doppelnull-Qualität und das HOLL-Fettsäureprofil beschreiben unterschiedliche Eigenschaften.

Kann ich High-Oleic-Sorten an den schwarzen Samen erkennen?

Die Saatfarbe reicht dafür nicht aus. Entscheidend sind die ausgewiesene Sorte und Angaben zur Zusammensetzung beziehungsweise zum fertigen Öl.

Quellen und Einordnung

Stand: Oktober 2026. Botanische Angaben und Anbaugebiete beruhen auf den genannten Fachquellen; Angaben zu Pottmühle-Produkten auf den aktuellen Produktbeschreibungen. KI-generierte Illustrationen zeigen typische Merkmale schematisch.

Zur Glossarübersicht · Bio-Rapsöl · Bio-Rapspresskuchen

Regional. Bio. Persönlich.

Deine Vorteile auf einen Blick

Hier erfährst du, was uns besonders macht – und warum unsere Produkte mehr sind als nur Bio.